Wer sind wir?

Wer sind wir? Was machen wir und wie sind wir entstanden? Erfahren Sie hier mehr über unseren Verband.

Dr. Rudolf Grüninger. Präsident SVBK

Dr. Rudolf Grüninger. Präsident SVBK

Werte Damen und Herren

Wir freuen uns, Sie auf unserer Website begrüssen zu können und danken Ihnen herzlichst für Ihr Interesse am SVBK.

Die Bürgergemeinden und Korporationen in der Schweiz

In der Schweiz dürfte es gegen 2'000 Bürgergemeinden und Korporationen geben. Es handelt sich dabei durchwegs um öffentlichrechtliche Körperschaften, die in aller Regel dem Gemeinderecht der jeweiligen Kantone unterstellt sind. Im Unterschied zu den politischen  Gemeinden ist massgebliches Zuordnungskriterium nicht das Gebiet, sondern die personelle Zugehörigkeit (durch Abstammung, Einbürgerung). Das Erscheinungsbild der Bürgergemeinden und Korporationen in der Schweiz ist äusserst vielfältig: Während im Kanton Tessin die Rede von Patriziaten ist, finden sich im deutschsprachigen Teil die verschiedensten Bezeichnungen (Bürgergemeinde, Burgergemeinde, Ortsbürgergemeinde, Ortsgemeinde, Allmendbürgergemeinde, Korporationen etc.).

Im französischsprachigen Teil der Schweiz ist die Rede von Commune bourgeoise oder Bourgeoisie. In den Kantonen Genf, Neuenburg und Waadt sind die Bürgergemeinden als Folge der Französischen Revolution verschwunden. Abzugrenzen gilt es die (öffentlichrechtlich verfassten) Bürgergemeinden und Korporationen von privatrechtlichen Zusammenschlüssen mit der zum Teil vergleichbaren Aufgabe, die gemeinsamen Güter im Interesse aller zu bewirtschaften und zu nutzen (Flur-, Bach-, Allmend-, Alp-, Meliorationskorporationen, etc.). Bürgergemeinden und Korporationen betätigen sich praktisch ausschliesslich im Interesse der Öffentlichkeit (Waldpflege, Unterhalt und Pflege von landwirtschaftlichen Gütern, Alpen, Betrieb oder Unterstützung sozialer und kultureller Einrichtungen etc.). In einigen Kantonen sind die Bürgergemeinden zuständig für die Einbürgerung resp. die erforderlichen Zusicherungen bei Ausländerinnen und Ausländern, die das Schweizer Bürgerrecht erlangen wollen.

Auch wenn sich das Bewusstsein der Bürgergemeinden und Korporationen vor allem auf historischen Begebenheiten gründet, haben diese Institutionen und mit ihnen der Schweizerische Verband der Bürgergemeinden und Korporationen seit längerer Zeit erkannt, dass dies als Rechtfertigung zum weiteren Bestand nicht ausreicht. Die Bürgergemeinden und Korporationen sind gewillt, die Herausforderungen der Zukunft anzunehmen und sich entsprechend zu verändern. Das Wirken für die Allgemeinheit rechtfertigt denn auch den künftigen Bestand dieser Institutionen.

Der Schweizerische Dachverband

1945 wurde der Schweizerische Verband der Bürgergemeinden und Korporationen als Dachverband dieser Institutionen gegründet. In personeller und finanzieller Hinsicht wird der SVBK zum grössten Teil von den eigenständigen Kantonalverbänden alimentiert. Zahlreiche Bürgergemeinden und Korporationen sind zudem als Einzelmitglieder angeschlossen. Der Verband bezweckt die Erhaltung und Pflege der bürgerlichen Institutionen, die Wahrung der Interessen und die Beratung der Bürgergemeinden und Korporationen sowie überhaupt die Stärkung der Beziehungen unter den Mitgliedern.

Die wesentlichen Aufgaben und Tätigkeiten des SVBK können stichwortartig wie folgt umschrieben werden:

  • Erarbeitung von Vernehmlassungen und politischen Stellungnahmen (z.B. Einbürgerungen)
  • Interessenwahrung gegenüber Bundesbehörden (z.B. Zivilstandswesen)
  • Durchführung von Generalversammlungen
  • Herausgabe eines Verbandsorgans (2 mal jährlich)
  • Plattform zur Begegnung und zum Informationsaustausch unter Bürgergemeinden und Korporationen
  • Veranstaltung von Seminaren.

Schweizerischer Verband der Bürgergemeinden und Korporationen

Der Präsident

Dr. Rudolf Grüninger, Basel