St. Gallen

Gründung 8. Oktober 1927
Präsident Heini Senn
Website www.ortsgemeinden-sg.ch

Verband St.Gallischer Ortsgemeinden

Organisation
Der Verband St.Gallischer Ortsgemeinden (VSGOG) besteht aus 108 Ortsgemeinden (Bürgergemeinden) und ortsbürgerlichen Korporationen. Er wurde als erster Kantonalverband am 8. Oktober 1927 in St.Gallen gegründet. Die oberste Instanz des Vereins ist die Generalversammlung, bestehend aus allen Mitgliedgemeinden mit je einem Stimmrecht. Ein Vorstand von 11 Mitgliedern führt die Verbandsgeschäfte. Sie werden durch die Regionalkonferenzen vorgeschlagen. Die Regionalkonferenzen setzen sich aus allen Mitgliedern der jeweiligen kantonalen Region zusammen.

Der VSGOG finanziert seine Aktivitäten durch vermögensabhängige Mitgliederbeiträge und Einnahmen aus Aktionen. Eine Geschäftsstelle steht den Mitgliedern und Aussenstehenden für Auskünfte und Unterstützung zur Verfügung. Diese organisiert Informationsanlässe und Weiterbildungsangebote. Über die Aktivitäten des Verbandes wird regelmässig im Info-Blatt und auf der Website berichtet.

Leitbild
Der VSGOG vertritt die gemeinsamen Interessen der Ortsgemeinden und ortsbürgerlichen Korporationen auf kantonaler Ebene gegenüber Kantonsrat, Regierung und Verwaltung sowie Interessenverbänden. Die Mitglieder werden durch Beratung und Weiterbildung unterstützt. Der Verband setzt sich für die Stärkung der Beziehungen und den Austausch unter den Mitgliedern ein, erkennt frühzeitig neue Entwicklungen, trifft wirkungsvolle Massnahmen und arbeitet zukunftsorientiert. Er trägt dazu bei, dass die erbrachten Leistungen der Mitglieder von den kommunalen und kantonalen Behörden sowie von einer breiten Öffentlichkeit positiv wahrgenommen werden. Als Ziel setzt er sich für die Autonomie der Mitglieder ein und unterstützt sie in ihrer nachhaltigen Entwicklung.

Stadt St. Gallen
1 / 2 Stadt St. Gallen
Kanton St. Gallen
2 / 2 Kanton St. Gallen

Die Ortsgemeinden
In den Ortsgemeinden im Kanton St.Gallen sind alle Bürgerinnen und Bürger stimm- und wahlberechtigt, welche in der jeweiligen politischen Gemeinde wohnhaft sind (z.B. in Wil wohnhaft und gleichzeitig Bürger von Wil). Bürgerinnen und Bürger von Wil, welche in anderen Gemeinden wohnen, haben weder in Wil noch in der Ortsgemeinde des Wohnortes Mitwirkungsrechte. Diese Regelung erspart den Ortsgemeinden die Führung eines eigenen Bürgerregisters. Bei der politischen Gemeinde kann die Liste der dort wohnhaften Bürger abgerufen werden.

Organisation und Aufgaben der Ortsgemeinden und ortsbürgerlichen Korporationen sind in Kantonsverfassung und Gemeindegesetz geregelt. Vorgegeben ist, dass sie mit ihren Mitteln gemeinnützige, kulturelle und andere Aufgaben im öffentlichen Interesse zu erfüllen haben. Ihre Leistungen kommen der Allgemeinheit und nicht nur den Bürgern zu gute. Auszahlungen von Bar- oder Naturalleistungen nur an Bürger sind seit 1973 ausgeschlossen.

Seit 2003 sind die Ortsgemeinden nicht mehr steuerpflichtig. Eine Ausnahme bildet die Grundstückgewinnsteuer.

Im Gesetz über das St. Galler Bürgerrecht von 2010 wird das Einbürgerungsverfahren definiert. Auf kommunaler Ebene entscheidet nicht mehr die Bürgerversammlung, sondern ein Einbürgerungsrat über die Gesuche von Ausländern und Schweizern. Dieser setzt sich in der Regel aus zwei bis drei Mitgliedern des jeweiligen Gemeinderates und ebenso vielen aus dem Bürgerrat zusammen. Über Gesuche von Schweizer Bürgern entscheidet der Einbürgerungsrat abschliessend selber. Die bewilligten Gesuche von ausländischen Staatsangehörigen werden öffentlich bekannt gemacht. Über eine Einsprache mit klarer Begründung wird an der Bürgerversammlung entschieden.